Maas in New York

Der Bundesaußenminister nimmt an Beratungen des UN-Sicherheitsrats über den Libyen-Konflikt und die atomare Abrüstung teil.

Heiko Maas beim UN-Sicherheitsrat
dpa

New York (dpa)Bundesaußenminister Heiko Maas nimmt am Mittwoch in New York an Beratungen des UN-Sicherheitsrats über den Libyen-Konflikt und die atomare Abrüstung teil. Deutschland hatte Mitte Januar einen Libyen-Gipfel ausgerichtet, um die Einmischung von außen in den seit neun Jahren andauernden Bürgerkrieg zu beenden. Es werden aber immer noch Waffen und Kämpfer in das nordafrikanische Land geschickt. Immerhin hat sich inzwischen auch der UN-Sicherheitsrat hinter die Beschlüsse gestellt.

Deutschland gehört dem wichtigsten Gremium der Vereinten Nationen seit Anfang 2019 für zwei Jahre an. Mit Vertretern der anderen 14 Mitgliedstaaten will Maas am Mittwoch auch über die atomare Abrüstung beraten. Bereits am Dienstag hatte der Bundesaußenminister in Berlin bei einem Treffen der sogenannten «Stockholm-Initiative» mit Amtskollegen darüber beraten, wie die etwa 14.000 Atomwaffen weltweit weiter reduziert werden können.

Die atomare Bedrohung ist in den vergangenen Jahren nach einer Entspannungsphase nach Ende des Kalten Krieges wieder gewachsen. Die großen Atommächte wie USA, Russland und China modernisieren ihre Arsenale und machen die Waffen damit einsatzfähiger. Der Ausstieg der USA aus dem Verbotsvertrag für landgestützte nukleare Mittelstreckenraketen mit Russland und aus dem Abkommen zur Verhinderung einer iranischen Atombombe hat Befürchtungen geschürt, dass es zu einer neuen atomaren Aufrüstungsspirale kommen könnte.

«Wenn die Welt diesen Weg weitergeht, dann riskieren wir die Auflösung der nuklearen Ordnung und damit auch die globale Sicherheit», sagte Maas am Dienstag.