Scholz: „Zeichen der Hoffnung“ für EU-Perspektive des Balkans geben

Der Bundeskanzler ist zu einer Balkan-Reise aufgebrochen. Ein zentrales Thema dabei ist die EU-Beitrittsperspektive für sechs Länder der Region.

Scholz: „Zeichen der Hoffnung“ für EU-Perspektive des Balkans geben
dpa

Pristina (dpa) - In der Diskussion über einen EU-Beitritt der Staaten des westlichen Balkans hat sich Bundeskanzler Olaf Scholz für ein optimistisches Signal an die Länder ausgesprochen. Scholz verwies am Freitag in Kosovos Hauptstadt Pristina auf die lange Dauer seit der Zusage einer solchen Perspektive vor rund zehn Jahren und die großen damaligen Hoffnungen. „Deshalb ist es ganz wichtig, ein neues Zeichen der Hoffnung und Zuversicht zu setzen“, sagte Scholz nach einem Gespräch mit dem kosovarischen Ministerpräsidenten Albin Kurti. Es solle ein Zeichen sein, dass die Beitrittsperspektive ernsthaft gewollt sei und sie eine „realistische Chance“ habe, wenn sich alle bemühten, die Voraussetzungen zu schaffen.

Am Freitagnachmittag wurde Scholz in Serbien erwartet. Am Freitagabend reist Scholz in die nordgriechische Metropole Thessaloniki zu einem Treffen des Südosteuropäischen Kooperationsprozesses, dem 13 Staaten der Region angehören. Am Samstag geht es weiter nach Nordmazedonien und Bulgarien. Dort wird es vor allem um den Konflikt zwischen den beiden Ländern um einen EU-Beitritt Nordmazedoniens gehen.

Insgesamt streben sechs Balkan-Länder in die Europäische Union. Das Kosovo ist wie Bosnien-Herzegowina bisher nur Anwärter auf eine Kandidatur. Serbien, Montenegro, Albanien und Nordmazedonien haben den Kandidatenstatus dagegen bereits.