Wieder mehr Existenzgründungen

Im Jahr 2019 machten sich 605.000 Menschen in Deutschland selbständig.

 Existenzgründungen
dpa

Frankfurt/Main (dpa) - Die Gründerszene in Deutschland hat erstmals seit Jahren wieder Auftrieb - doch die Corona-Krise könnte den positiven Trend schon 2020 wieder umkehren. «Ich erwarte, dass Gründungspläne unter dem Eindruck der aktuell existenzbedrohenden Lage vieler Selbstständiger teilweise verschoben werden», sagte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib bei der Vorstellung aktueller Zahlen der staatlichen Förderbank am Donnerstag in Frankfurt.

Im vergangenen Jahr machten sich demnach 605.000 Menschen hierzulande selbstständig und damit 58.000 mehr als ein Jahr zuvor. Dabei blieb die Zahl der Gründerinnen mit 215.000 fast unverändert, während es bei Männern nach vier Jahren mit rückläufigen Zahlen 2019 wieder mehr Existenzgründer gab: Ihre Zahl legte um 59.000 auf 390.000 zu.

«Der Ausblick für das Gründungsjahr 2020 war positiv, doch die Corona-Pandemie belastet», führte Köhler-Geib aus. Vier von zehn Planungen würden angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Lage verschoben. «Was mich ermutigt: Es gibt immer noch sechs von zehn Gründenden, die an ihrem Plan festhalten.»