Renaissance der Freizeit-Klassiker

Vom Autokino bis zur Waldwanderung: Durch die Corona-Pandemie erlangen ehemals beliebte Freizeitaktivitäten neue Popularität.

Das Autokino feiert während der Corona-Pandemie sein Comeback.
Das Autokino feiert während der Corona-Pandemie sein Comeback. picture alliance/dpa

Renaissance des Autokinos

Gute Unterhaltung mit Abstand genießen: Das geht im Autokino. 1933 in den USA erfunden, erfreute es sich auch in Deutschland lange großer Beliebtheit. Doch von ehemals 40 Autokinos waren Anfang 2020 nur noch 18 in Betrieb – bis zur Corona-Pandemie. Jetzt erleben die Kultkinos ein Comeback. Seit Anfang März erhielt die Bundesnetzagentur über hundert Anträge auf die Erteilung von Frequenzen für Autokinos – die sind notwendig, um den Ton des Filmes ins Auto zu übertragen.

Wiederentdeckung der Naherholungsgebiete

Was unternehmen, wenn Restaurants und Schwimmbäder geschlossen sind? Viele Deutsche geben darauf diese Antwort: Wandern! Während es die Profis vor allem in die Berge zieht, wandern seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie auch Amateure durch die vielfältigen Landschaften. Weniger gut ausgerüstet, aber nicht weniger motiviert ziehen sie an den Wochenenden in die nächstgelegenen Wälder. Ein Beispiel: Der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen verzeichnete seit Beginn der Pandemie zeitweise eine Verdopplung der Zahl der Wanderlustigen im Nationalpark Eifel.

Rückkehr in den Schrebergarten

Schrebergärten gehören zu Deutschland, wie der Afternoon-Tee nach England. In knapp 14.000 Vereinen nutzen rund 5 Millionen Menschen in Deutschland einen Kleingarten. Die Corona-Krise verhilft diesen beliebten Naherholungsgebieten zu ungeahnter Popularität. Während viele Menschen den Frühling nur auf dem eigenen Balkon genießen können, treibt es die Kleingärtner –bewaffnet mit Schaufeln und Grillwürstchen – in ihre Anlagen. Dort werden Hecken geschnitten, Beete umgegraben und Grills befeuert – oft bis spät in die Nacht.

Siegeszug der Heimwerker

Schon lange gab es den Trend zum Selbstbauen – DIY ist auf der ganzen Welt bekannt. Doch in der Corona-Quarantäne ist die Heimwerker-Szene noch einmal gewachsen. Ob Nähen, Schreinern oder Renovieren: In der Corona-Krise wird fast jeder zum Handwerker. Davon profitieren vor allem die Baumärkte. Sie verzeichnen regelrechte Anstürme, vor allem auf ihre Gartenartikel. Kein Wunder, denn wenn die Sommerreise dieses Jahr ausfallen sollte, möchten die Deutschen ihren Urlaub wenigstens in einem neu bepflanzten Garten verbringen.

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