„Wir wollen zuhören“

Frederike Berje vom Goethe-Institut über die Studie „Außenblick“ zur Wahrnehmung Deutschlands in der Welt.

Frederike Berje, Goethe-Institut
Frederike Berje, Goethe-Institut privat

Frau Berje, das Goethe-Institut befasst sich vor allem mit dem sprachlichen und kulturellen Austausch. Die Außenblick-Studie hatte einen breiteren Fokus. Warum war das für Sie wichtig?
Aufgabe des Goethe-Instituts ist es auch, ein aktuelles Deutschlandbild zu vermitteln. Deshalb interessiert uns, wie Deutschland in der Welt wahrgenommen wird – dafür ist ein vollständiges Bild entscheidend. Wir haben mit der Studie vor allem nach wiederkehrenden und verbreiteten Mustern gesucht. Um diese herausarbeiten zu können, war es wichtig, Personen aus verschiedenen Ländern und Bereichen zu befragen.

Was ist für Sie die wichtigste Erkenntnis der Studie?
Sie macht deutlich, dass die internationale Zusammenarbeit vor großen Herausforderungen steht – man denke an Klimawandel, soziale Spannungen, Flucht und Migration, Digitalisierung und die damit einhergehenden Veränderungen der Arbeitswelt. Diese Themen müssen global diskutiert werden. Dafür braucht es den internationalen Austausch.

Welche Schlüsse zieht das Goethe-Institut aus den Ergebnissen?
Viele Gesprächspartnerinnen und -partner haben aus persönlicher Erfahrung berichtet, wie wichtig deutsche Sprachkenntnisse für das Ankommen sind. Das bestärkt uns darin, unsere Angebote zum Deutschlernen weiterzuentwickeln. Auch dem internationalen Kultur- und Wissenschaftsaustausch messen die Befragten hohe Bedeutung bei – und loben ihn als fair, facettenreich, kreativ und kooperativ. Diesen inklusiven Ansatz wollen wir weiterverfolgen. Wir wollen zuhören und uns immer wieder selbst hinterfragen.

 


Die 2021 veröffentlichte Studie „Außenblick – Internationale Perspektiven auf Deutschland in Zeiten von Corona“ wurde erstellt von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und dem Goethe-Institut. Sie basiert auf einer Online-Befragung von mehr als 600 Menschen aus fast 40 Ländern mit fundiertem Wissen über Deutschland sowie auf rund 50 vertiefenden Interviews.

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