Digitale Spitzenklasse

Konsequent auf digitale Bildung gesetzt: Dafür erhielt eine Gesamtschule in Niedersachsen den Deutschen Schulpreis 2021.

Ältere Schülerinnen und Schüler führen jüngere in das Lernsystem ein.
Ältere Schülerinnen und Schüler führen jüngere in das Lernsystem ein. IGS Lengede

„Homeschooling“ – für viele Schülerinnen und Schüler in Deutschland war es eine völlig neue Erfahrung, als sie ab März 2020 wegen der Corona-Pandemie plötzlich von zu Hause aus lernen sollten. Die technischen Notwendigkeiten dafür stellten auch die meisten Schulen vor Herausforderungen. Nicht so die Integrierte Gesamtschule (IGS) Lengede in Niedersachsen. In Sachen digitales Lernen gilt sie als Vorreiterin in Deutschland – für ihre Erfolge in diesem Bereich erhielt sie den Deutschen Schulpreis 20/21 in der Kategorie „Digitale Lösungen“.

Digitale Lösungen für das Lehren und Lernen, die Vernetzung untereinander, Teamarbeit auf Distanz und selbstorganisiertes Lernen gehören für die mehr als 1.000 Schülerinnen der Klassenstufen 5 bis 13 zum Alltag. Tablets und Notebooks sind für sie gewohnte Lernmittel. Damit können sie zugreifen auf den digitalen Werkzeugkasten „L3KIDS“, den die Schule entwickelt hat. Per Klick auf eines der bunten Icons gelangen sie zu der Anwendung, die sie gerade benötigen, können etwa Präsentationen erstellen, Unterrichtsnotizen anfertigen oder sich untereinander austauschen. Inzwischen laufen auch die gesamte Verwaltung der Schule und ihre Kommunikation digital.

Wenn die Lehrer mit dem Projekt nicht vertraut sind, bringt es auch nichts, die Schüler mitzunehmen.

Jan-Peter Braun, Leiter der IGS Lengede

Die IGS Lengede ist eine vergleichsweise junge Schule, sie besteht seit 2010. Vielleicht ist auch das Gefühl des Aufbruchs ein Teil des Erfolgs. „Schon seit der Schulgründung sind wir dabei, ein digitales Lernumfeld zu ermöglichen“, sagt Schulleiter Jan-Peter Braun. „Wichtig war damals zunächst, die technische Infrastruktur an der Schule zu schaffen mit Hochgeschwindigkeits-Internet und funktionierendem WLAN.“ Frühzeitig holte Braun auch die Eltern und die rund 100 Lehrerinnen und Lehrer mit ins Boot. „Wenn die Lehrer mit dem Projekt nicht vertraut sind, bringt es auch nichts, die Schüler mitzunehmen.“

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