Deutsche Technik auf dem Mars

Wenn der Nasa-Rover „Perseverance“ auf dem Mars landet, kommt auch deutsche Technik zum Einsatz. 

Deutsche Technik auf dem Mars

Washington (dpa) - Nach rund sechs Monaten Flugzeit soll der US-Rover «Perseverance» am Donnerstag auf dem Mars landen. Der Ende Juli 2020 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus gestartete Roboter der US-Raumfahrtbehörde Nasa soll gegen 21.30 MEZ mit einem riskanten Manöver in einem bislang noch nie vor Ort untersuchten ausgetrockneten See namens «Jezero Crater» aufsetzen.

Der rund 2,5 Milliarden Dollar (etwa 2,2 Milliarden Euro) teure Nasa-Rover «Perseverance» (auf Deutsch etwa: Durchhaltevermögen) war rund acht Jahre lang entworfen und gebaut worden und soll auf dem Mars nach Spuren früheren mikrobiellen Lebens suchen, sowie das Klima und die Geologie des Planeten erforschen. An Bord hat der rund 1000 Kilogramm schwere Roboter von der Größe eines Kleinwagens unter anderem 7 wissenschaftliche Instrumente, 23 Kameras und einen Laser.

Bei der Mission kommt auch deutsche Technik zum Einsatz. Das Jenaer Leibniz-Institut für Photonische Technologie hat Thermo-Sensoren entwickelt, die berührungslos die Oberflächentemperatur auf dem Mars messen sollen, um die Bedingungen auf dem roten Planeten besser verstehen zu können. Und von Jenoptik kommen Objektive, die die ersten Bilder vom Mars liefern sollen.

Der Rover soll zahlreiche Nasa-Premieren ermöglichen: Erstmals werden mit «Perseverance» Mikrofone auf den Mars geschickt, erstmals ein kleiner Hubschrauber und erstmals sollen in einer gemeinsam mit der europäischen Raumfahrtagentur Esa entwickelten Mission Proben vom Mars zurück zur Erde gebracht werden.

Gelingt «Perseverance» die Landung, dann wäre es bereits der fünfte Rover, den die Nasa zum Mars bringt. Insgesamt waren bislang weniger als die Hälfte aller weltweit gestarteten Mars-Missionen erfolgreich.

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