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Hohes Tempo in der deutschen Rüstungsindustrie

Deutsche Rüstungsunternehmen bauen ihre Kapazitäten aus und gründen Joint Ventures. Auch andere Branchen steigen ein, etwa der Druckmaschinenhersteller Heidelberg.

14.04.2026
Der ukrainische Präsident Selenskyj (r) und Verteidigungsminister Pistorius besuchten im Februar den Drohnenhersteller Quantum.
Der ukrainische Präsident Selenskyj (r) und Verteidigungsminister Pistorius besuchten im Februar den Drohnenhersteller Quantum. © dpa

Berlin (dpa/d.de) – Entwicklung und Produktion der deutschen Rüstungsindustrie gewinnen erheblich an Schwung, neue Potenziale werden erschlossen. 

So will etwa der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall gemeinsam mit dem niederländischen Partner Destinus die Herstellung von Marschflugkörpern und Raketensystemen hochfahren. Dazu sei die Gründung eines Joint Ventures vereinbart worden, das auch die Ukraine beliefern soll, teilte das Unternehmen mit.

Der Drohnenhersteller Quantum Systems baut seine industrielle Zusammenarbeit mit der Ukraine weiter aus – unter der von der Bundesregierung geförderten Initiative „Build with Ukraine“. Zudem werde derzeit die Fertigung von 10.000 Mehrzweck-Quadcopter-Drohnen in Deutschland für die Streitkräfte der Ukraine hochgefahren, so das Unternehmen.

Weiter wurde bekannt, dass der Druckmaschinenhersteller Heidelberg in das Geschäft mit Drohnenabwehrsystemen zum Schutz kritischer Infrastruktur einsteigt. Es handelt sich um ein neues Gemeinschaftsunternehmen mit dem US-amerikanisch-israelischen Technologie-Anbieter Ondas Autonomous Systems. Der Standort in Brandenburg an der Havel soll zum führenden Kompetenzzentrum für Drohnenabwehr und autonome Sicherheitssysteme ausgebaut werden.