Industrie reduziert Treibhausgas

Die deutsche Wirtschaft setzt auf weniger klimaschädliche Stoffe: Im letzten Jahr wurde weniger Schwefelhexafluorid bezogen.

Industrie reduziert Treibhausgas
dpa

Wiesbaden (dpa) - Die deutsche Wirtschaft hat 2018 weniger des extrem klimaschädlichen Treibhausgases Schwefelhexafluorid bezogen. Von inländischen Gasehändlern erhielt sie 786 Tonnen des Stoffes, der stark zur Erderwärmung beiträgt, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Dies sei ein Rückgang von fast einem Drittel (31 Prozent) gegenüber 2016, als 1142 Tonnen gezählt wurden. Die Industrie setze inzwischen stärker auf andere, weniger klimaschädliche Stoffe, hieß es.

Schwefelhexafluorid ist laut Angaben der Behörde das stärkste bisher bekannte Treibhausgas. Über 100 Jahre trage es 22.800 Mal stärker zum Treibhauseffekt bei als Kohlenstoffdioxid (CO2). Hauptsächlich wird es in der Elektroindustrie und im Apparatebau verwendet sowie in der Halbleiterindustrie, wo es als Ätzgas zum Einsatz kommt. Der Handel über die hiesigen Gasehändler ist der Hauptversorgungsweg der Firmen.

Die von den Gasehändlern an die Industrie abgegebene Menge entspreche aber nicht den Emissionen, die in die Atmosphäre gelangten, betonten die Statistiker. Das Gas werde zu großen Teilen innerhalb geschlossener Systeme verwendet und damit vorerst nicht freigesetzt.