Landwirtschaftliche Flächen teurer

Zwar ist die Preisentwicklung in den deutschen Regionen unterschiedlich, aber insgesamt werden Agrarflächen bundesweit immer teurer.

Farmland prices in Germany rise
dpa

Wiesbaden (dpa) - Die Immobilienpreise steigen nicht nur in den Städten. Auch für landwirtschaftliche Flächen mussten Käufer im vergangenen Jahr deutlich tiefer in die Tasche greifen. Die Preise sind in den Jahren von 2009 auf 2018 auf das 2,3-Fache gestiegen, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in der westdeutschen Stadt Wiesbaden berichtete. Für die Entwicklung werden außerlandwirtschaftliche Investoren verantwortlich gemacht, die verstärkt ihr Geld in Agrarflächen stecken.

Die Entwicklung verlief in den Regionen sehr unterschiedlich, wie das Amt berichtete. Die Steigerungen waren in Mecklenburg-Vorpommern (auf das 2,9-fache) und Sachsen (2,7) am stärksten. Die ostdeutschen Länder ohne Berlin kommen im Schnitt auf 2,6-fache Kaufpreise. Aber auch westdeutsche Flächenländer wie Bayern (2,6) und Niedersachsen (2,4) sind betroffen. Am geringsten kletterten die Preise für Äcker und Grünland in Hessen und Rheinland-Pfalz (jeweils 1,4).

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner zeigte sich besorgt über den starken Preisanstieg. Teils könnten Pachtpreise nicht mehr durch die Erlöse der Betriebe finanziert werden. Zudem gebe es auch Auswirkungen auf das Leben in den Dörfern, wenn nur zwei, drei Mal im Jahr Arbeiter im Auftrag der Grundbesitzer kämen, die aber nicht dort wohnten.

Ihr Ziel sei, dass «Ackerland in Bauernhand» gehöre, sagte Klöckner. Landwirte sollten größere Chancen beim Zugriff auf Flächen erhalten, etwa durch steuerrechtliche Änderungen und mehr Transparenz bei bevorstehenden Verkäufen.