Lemke: COP-Ergebnis bleibt hinter Notwendigem zurück

Deutschland begrüßt Ausgleichsfonds, ist aber insgesamt enttäuscht von Weltklimakonferenz.

Lemke: COP-Ergebnis bleibt hinter Notwendigem zurück
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Sharm el-Sheikh/Berlin (dpa) – Die deutsche Regierung hat sich weitergehende Ergebnisse vom Weltklimagipfel COP27 in Sharm el-Sheikh erhofft. Bundesumweltministerin Steffi Lemke nannte das Verhandlungsergebnis insgesamt als unzureichend. „Das ist extrem bitter“, teilte sagte sie. Dass sich die Staaten auf einen Fonds für den Ausgleich von klimabedingten Schäden in den ärmsten und verletzlichsten Ländern geeinigt habe, sei hingegen ein wichtiger Schritt. „Entwicklungspolitisch war das insgesamt ein Erfolg, aber wir müssen weiterkommen in der Frage der Reduktion der Treibhausgase. Und da geht es einfach zu langsam vorwärts“, sagte die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Svenja Schulze. „Eine schwierige Klimakonferenz ist zu Ende gegangen, mit einem Ergebnis, das uns nicht wirklich zufrieden machen kann", sagte Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck.

Deutsche Klima- und Naturschutzorganisationen zeigten sich enttäuscht vom Ergebnis. Die fast einhellige Meinung: Es gebe einzelne wichtigen Erfolgen wie den Ausgleichsfonds, insgesamt sei aber viel zu wenig Verbindliches gegen die Erderwärmung beschlossen worden.