Zum Hauptinhalt springen

Merz' eisige Botschaft aus der Arktis an Trump

Bei einem Besuch in Norwegen zeigt sich Kanzler Merz verärgert über die US-Entscheidung, die Sanktionen gegen Russland zu lockern.

14.03.2026
Jonas Gahr Støre (2.v.l), Mark Carney (M) und Friedrich Merz
Jonas Gahr Støre (2.v.l), Mark Carney (M) und Friedrich Merz © pa/dpa

Andenes (dpa) – Bundeskanzler Friedrich Merz verschärft den Ton gegenüber US-Präsident Donald Trump im Zusammenhang mit den Kriegen gegen den Iran und in der Ukraine. Bei seinem Besuch in der norwegischen Arktis kritisierte er die befristete US-Erlaubnis für den Kauf russischen Öls. 

„Jetzt Sanktionen zu lockern, aus welchen Gründen auch immer, das halten wir für falsch“, sagte Merz bei einer Pressekonferenz mit Ministerpräsident Jonas Gahr Støre auf der Insel Andoya. 

Merz warf Trump vor, die USA damit in der G7-Gruppe führender westlicher Wirtschaftsmächte isoliert zu haben und bemängelte das Fehlen einer Strategie zur Beendigung des Krieges. 

Am Nachmittag reiste Merz mit Støre weiter nach Bardufoss, wo sie sich zusammen mit dem kanadischen Premierminister Mark Carney ein Bild von dem Militärmanöver „Cold Response“ von 14 Nato-Staaten in Norwegen und Finnland machten. 

Aus deutscher Sicht ist die Übung, an der 1.600 Bundeswehrsoldaten teilnehmen, ein Signal an Trump in dem weiter schwelenden Streit über Grönland. Das Manöver dient aber auch der Abschreckung Russlands, das an das neue Nato-Mitglied Finnland grenzt. Auf dem Übungsplatz wandten sich Merz, Støre und Carney gemeinsam gegen die US-Entscheidung, Sanktionen gegen Russland zu lockern.