Millionenhilfe für Moldau

Besonders viele Menschen aus der Ukraine flüchten vor dem Krieg nach Moldau.

Moldau-Hilfen auf 40 Millionen aufgestockt
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Berlin (dpa) - Außenministerin Annalena Baerbock (im Foto mit der Ministerpräsidentin Moldaus Natalia Gavrilita) lud am 5. April gemeinsam mit ihren französischen und rumänischen Amtskollegen Jean-Yves Le Drian und Bogdan Aurescu zu einer Unterstützungskonferenz für Moldau nach Berlin ein. Bei dem Treffen spielten etwa die Versorgung der Flüchtlinge aus der Ukraine sowie die gestiegenen Energiepreise eine Rolle. Mit der Konferenz nimmt auch die Unterstützungsplattform für die Republik Moldau ihre Arbeit auf. Sie wird die Schwerpunktbereiche der Konferenz auch langfristig im Blick behalten und kontinuierlich weiter arbeiten.

Das deutsche Entwicklungsministerium stockt zudem das Unterstützungspaket für Moldau zur Bewältigung der Flüchtlingslage und zur Stabilisierung des Landes kurzfristig von 35 auf 40 Millionen Euro auf. „Fast 100.000 Geflüchtete aus der Ukraine halten sich aktuell in einem Land mit 2,6 Millionen Einwohnern auf, das zu den ärmsten Ländern Europas zählt“, teilte Entwicklungsministerin Svenja Schulze mit.

Das Land sei durch eine fast 100-prozentige Abhängigkeit von russischem Gas besonders verwundbar, sagte Schulze. Die Auswirkungen des russischen Krieges in der Ukraine seien in Moldau stark spürbar. So seien die Gaspreise im vergangenen halben Jahr um nahezu das Achtfache gestiegen, die Inflation auf 18 Prozent. Die Unterstützung umfasse Mittel für den Aufbau sozialer Infrastruktur, Schulen, Kindergärten und Unterkünften in Kommunen, die Geflüchtete aufnehmen. Weiterer Schwerpunkt sei die Unterstützung bei der Integration ukrainischer Auszubildender in das Berufsbildungssystem des Landes.

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