Steinmeier in Japan

Der deutsche Bundespräsident besuchte in Tokio die Feierlichkeiten zur Inthronisierung des neuen japanischen Kaisers.

Steinmeier in Japan
dpa

Tokio (dpa) - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich beeindruckt gezeigt von der Zeremonie zur Inthronisierung des japanischen Kaisers Naruhito. «Da verbindet sich Geschichte, Tradition, die Freude über die Thronbesteigung des neuen Kaiserpaares, aber eben auch viel Hoffnung auf Zukunft», sagte Steinmeier am Dienstag im Anschluss an die 30-minütige Zeremonie im Palast in Tokio zu deutschen Journalisten.

Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender gehörten zu rund 2000 Würdenträgern aus rund 190 Ländern und von internationalen Organisationen, die zur Zeremonie geladen waren. Die Zeremonie war Höhepunkt einer Reihe von Thronfolge-Ritualen, die im Mai begonnen hatten, als Naruhito die Nachfolge seines Vaters Akihito antrat. Akihito war seit rund 200 Jahren der erste Kaiser Japans, der noch zu seinen Lebzeiten den Thron für seinen Nachfolger freimachte.

Der deutsche Bundespräsident wollte am Rande der Feierlichkeiten auch Gespräche führen, unter anderem mit Vertretern der japanischen Gastgeber. Beide Länder stünden vor ähnlichen Themen, «etwa die Folgen der demografischen Veränderungen», sagte Steinmeier. Dazu gehöre das Fehlen von Arbeitskräften wie zum Beispiel Pflegekräften.