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Wadephul zu Gesprächen bei Afrikanischer Union

In Addis Abeba trifft Außenminister Wadephul seinen Amtskollegen Gedion Timothewos und Vertreter der Afrikanischen Union. Thema ist auch der Krieg im Sudan. 

22.01.2026
Außenminister Wadephul im Gespräch mit Auszubildenden bei der Firma Krones in Kenia
Außenminister Wadephul im Gespräch mit Auszubildenden bei der Firma Krones in Kenia © pa/dpa

Addis Abeba (dpa.de) – Bundesaußenminister Johann Wadephul setzt an diesem Donnerstag seine zweitägige Afrika-Reise in Äthiopien fort. Zuvor hatte er unter anderem in Kenia Gespräche geführt und ein deutsches Unternehmen besucht. In der Hauptstadt Addis Abeba trifft Wadephul heute seinen äthiopischen Amtskollegen Gedion Timothewos. Zudem sind Gespräche in der Zentrale der Afrikanischen Union (AU) geplant, darunter mit dem Vorsitzenden der AU-Kommission Mahmoud Ali Youssouf, dem ehemaligen Außenminister von Dschibuti. 

Bei den Gesprächen dürfte auch der seit April 2023 andauernde Krieg im Sudan eine zentrale Rolle spielen. In dem Konflikt stehen sich die sudanesische Armee und die Miliz Rapid Support Forces (RSF) gegenüber. Die Vereinten Nationen stufen den Krieg als derzeit größte humanitäre Krise weltweit ein. 

Die Afrikanische Union verfolgt zentrale Ziele wie Frieden, Sicherheit, Entwicklung, Demokratisierung und den Schutz der Menschenrechte. Diese sind in der Agenda 2063 festgeschrieben. Bei schweren Verbrechen wie Kriegsverbrechen oder Völkermord verfügt die AU über ein Interventionsrecht. Der Regionalorganisation gehören 54 afrikanische Staaten sowie die Westsahara an. Gegründet wurde sie 2002 mit dem Ziel, die politische und wirtschaftliche Integration Afrikas voranzutreiben. Seit September 2023 ist die Afrikanische Union vollwertiges Mitglied der G20.