Zeit für Veränderung

Frauen übernehmen in der deutschen Wissenschaft zunehmend Führungspositionen. Die Statistik zeigt aber Raum für Verbesserungen.

Starke Wissenschaft braucht die Kompetenz von Frauen.
Starke Wissenschaft braucht die Kompetenz von Frauen. SundGo - stock.adobe.com

Frauen in Führungspositionen: positiver Trend

Seit 1980 ist der Frauenanteil an Professuren in Deutschland von etwa 5 auf rund 25 Prozent gestiegen. Auch an außeruniversitären Forschungseinrichtungen arbeiten heute deutlich mehr Frauen in Führungspositionen: Spitzenreiter ist die Max-Planck-Gesellschaft mit über 25 Prozent. Dennoch sind Frauen in den Topjobs der Wissenschaft deutlich unterrepräsentiert.

Viele Frauen arbeiten Teilzeit

Laut der EU-Erhebung „She figures“ ist der Anteil von Wissenschaftlerinnen in Teilzeit in Deutschland mit 31,2 Prozent (gegenüber 18,3 Prozent bei den Männern) besonders hoch. Nur in den Niederlanden (34,8 Prozent) und in der Schweiz (45,6 Prozent) arbeiten mehr Forscherinnen Teilzeit, der EU-Mittelwert liegt bei 13 Prozent.

Problem der prekären Beschäftigung

Beim Anteil der Wissenschaftlerinnen in prekären Beschäftigungsverhältnissen (etwa mit kurzfristigen Arbeitsverträgen) liegt Deutschland laut „She figures“ mit einem Anteil von 11,8 Prozent (gegenüber 7,4 Prozent bei den Männern) EU-weit auf Rang 10. Gegen den allgemeinen Trend zu Befristungen in der Wissenschaft regt sich zunehmend Protest von Frauen und Männern. So bekam 2019 eine Petition zum Eindämmen von Befristungen in der Wissenschaft rund 17.250 Unterschriften.

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