Zum Hauptinhalt springen

40 Millionen Euro gegen Desinformation im Netz

Das Forschungsministerium fördert elf Projekte, die mithilfe von KI Desinformation und Deepfakes besser erkennen und die Medienkompetenz stärken sollen.

18.03.2026
Forschungsprojekte sollen auch die Medienkompetenz junger Menschen stärken.
Forschungsprojekte sollen auch die Medienkompetenz junger Menschen stärken. © picture alliance

Berlin (d.de) – Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert elf Forschungsprojekte gegen Desinformation im Internet. Ziel ist es, Mechanismen von Falschinformationen besser zu verstehen und Gegenmaßnahmen zu entwickeln, teilte das Ministerium mit.

Im Fokus stehen Künstliche Intelligenz und Deepfakes. Geplant sind KI-gestützte Faktenchecks, Technologien zur Überprüfung der Herkunft digitaler Inhalte sowie Werkzeuge zur Erkennung manipulierter Audio- und Videodateien. Weitere Projekte stärken die Medienkompetenz von Jugendlichen und analysieren Desinformationsstrategien in sozialen Netzwerken.
Das Projekt „ClaimGuard“ entwickelt ein KI-Dialogsystem, das Texte und Bilder automatisiert auf Desinformation prüft. Im Projekt „PADSE“ entstehen Technologien zur Erkennung manipulierter Audioaufnahmen. „PROVAIDE“ soll Herkunft und Verbreitung von Informationen nachvollziehbar machen.

Die Förderung erfolgt im Rahmen der Richtlinie „Vertrauen in Demokratie und Staat: Digitale Desinformation erkennen und abwehren“. Für 2026 ist eine zweite Auswahlrunde geplant. Insgesamt soll die Förderung mehr als 40 Millionen Euro umfassen.
Forschungsministerin Dorothee Bär erklärte, eine gemeinsame Faktenbasis sei Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie. Neue Formen der Täuschung durch KI beschleunigten die Verbreitung von Desinformation.