Baerbock: Frauen besonders betroffen

Außenministerin Annalena Baerbock hat in einer Videobotschaft auf das Schicksal von schwangeren Frauen im Ukraine-Krieg aufmerksam gemacht. 

Baerbock: Frauen besonders betroffen
dpa

Berlin (dpa) - Außenministerin Annalena Baerbock hat auf das Schicksal von schwangeren Frauen im Ukraine-Krieg aufmerksam gemacht. In den kommenden Monaten würden dort schätzungsweise 80.000 Frauen ein Kind zur Welt bringen, sagte die Grünen-Politikerin am Dienstagabend in einer Videobotschaft für eine Debatte zur Rechtsstellung von Frauen am UN-Sitz in New York. „Viele von ihnen werden kein schützendes Obdach und keinen Zugang zu angemessener Pflege haben.“ Die Geburten könnten für sie lebensbedrohlich werden.

Dies zeige, dass Krisen und Konflikte keineswegs „geschlechterblind“ zuschlügen, sagte Baerbock. „Sie betreffen Frauen überproportional.“ Dies gelte auch für Konflikte wie in Afghanistan oder in der Sahel-Zone, aber auch für die Klimakrise. Der Klimawandel gefährde Grundrechte von Frauen und Mädchen wie die Rechte auf Bildung, Gesundheit und körperliche Unversehrtheit.

Deshalb müssten Frauenrechte ins Zentrum von Klimaschutzmaßnahmen gerückt werden, forderte die Ministerin. Zudem müssten Frauen gleichberechtigt an Entscheidungsprozessen beteiligt werden. „Wenn die Hälfte der Weltbevölkerung ausgeschlossen bleibt, können wir weder dauerhaft den Frieden bewahren noch das globale Klima schützen.“