Buchmesse mit Ehrengast Kanada gestartet

Kanada ist in diesem Jahr Gastland der Frankfurter Buchmesse. Live-Auftritte vor Ort sind aber selten. Denn die Corona-Pandemie prägt auch in diesem Jahr die Bücherschau.

Buchmesse mit Ehrengast Kanada gestartet
dpa

Frankfurt/Main (dpa) – Wellen, Berge, ein weiter Horizont: Kanada präsentiert sich als Gastland auf der Frankfurter Buchmesse mit Landschaften, aus denen virtuell Autorinnen und Autoren hervortreten. Denn wegen der Corona-Pandemie wurde der Auftritt nicht nur um ein Jahr verschoben, viele Schriftsteller können auch weiterhin nicht real nach Frankfurt kommen. Die Frankfurter Buchmesse findet nach der virtuellen Ausgabe im Corona-Jahr 2020 in diesem Jahr aber wieder in Präsenz und mit Publikum statt – allerdings unter strengen Regeln.

Kanada präsentiert sich auf der Bücherschau mit einem breiten Angebot. Ursprünglich sollten im Ehrengast-Jahr 200 Titel in deutscher Übersetzung vorliegen - in der Zwischenzeit sind es fast 400 geworden. „Wir hatten ein Bonus-Jahr“, sagte die Organisatorin des Gastland-Auftritts, Jennifer-Ann Weir. Allerdings sind von den 70 kanadischen Autorinnen und Autoren, die sich auf der Buchmesse präsentieren, laut Buchmessen-Chef Jürgen Boos nur acht live vor Ort.

An der gesamten Bücherschau nehmen in diesem Jahr 2000 Aussteller aus 80 Ländern teil. Vor zwei Jahren war die Ausstellerzahl mit 7500 fast viermal so hoch. Für die Besucherinnen und Besucher gilt als Corona-Schutzmaßnahme die 3G-Regel, sie müssen also geimpft, genesen oder getestet sein. Pro Tag dürfen zudem maximal 25.000 Gäste kommen – vor der Pandemie strömten im Jahr 2019 insgesamt mehr als 300.000 Menschen auf das Messegelände. „Machen wir uns nichts vor: ‚back to business‘ ist noch lang nicht ‚back to normal‘“, sagte Buchmessen-Chef Boos.

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