Neue Corona-Regeln

Bundeskanzler Olaf Scholz und die Ministerpräsidenten der Länder haben neue Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie beschlossen. Ein Überblick.

Corona: Bund-Länder-Runde
dpa

Berlin (dpa) – Angesichts der steigenden Infektionszahlen durch die Omikron-Variante des Coronavirus gelten in Deutschland künftig strengere Regeln für die Gastronomie. Bundeskanzler Olaf Scholz und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder verständigten sich am Freitag zugleich auf verkürzte Quarantänezeiten. Bund und Länder hatten bereits vor etwas mehr als zwei Wochen verschärfte Kontaktbeschränkungen und weitere Maßnahmen beschlossen, die in Kraft bleiben.

Neue Regeln für die Gastronomie
Es gelten künftig höhere Zutrittsschwellen. Geimpfte und Genesene müssen dann in der Regeln einen tagesaktuellen negativen Corona-Test oder eine Auffrischungsimpfung vorweisen. Diese Vorgaben seien „streng, aber notwendig“, sagte Kanzler Scholz.

Quarantäneregeln
Die Quarantänezeiten sollen zum Teil verkürzt werden. Künftig müssen Kontaktpersonen, die bereits eine Auffrischungsimpfung haben, nicht mehr in Quarantäne. Für andere sollen Isolation oder Quarantäne nach zehn Tagen enden, eine frühzeitige Beendigung ist mit einem Test nach sieben Tagen möglich. Ziel ist es, zu viele Personalausfälle zu vermeiden, insbesondere in wichtigen Versorgungsbereichen. Andere Staaten haben wegen der Omikron-Variante bereits ihre Quarantäneregeln geändert.

Kontaktbeschränkungen
Die strengen Beschränkungen bleiben bestehen. Bei ihren Beratungen am 21. Dezember hatten Scholz sowie die Ministerpräsidentinnen – und präsidenten der Länder die Kontaktbeschränkungen weiter verschärft. Kurz nach Weihnachten traten sie in den meisten Bundesländern in Kraft: Seitdem dürfen sich auch Geimpfte und Genesene nicht mehr unbegrenzt treffen, sondern maximal zu zehnt, Kinder nicht mitgezählt. Für Treffen, an denen auch nur ein Ungeimpfter oder nicht Genesener beteiligt ist, gilt schon länger: Es dürfen nur Menschen des eigenen und maximal zwei Personen eines anderen Haushalts dabei sein, Kinder nicht mitgezählt.

Impfungen
Scholz und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten riefen die Bürgerinnen und Bürger auf, sich impfen zu lassen. Sie warben insbesondere für Booster-Impfungen. „Impfen ist wichtig“, sagte Scholz. Im Gespräch ist auch eine allgemeine Impfpflicht.

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