Corona-Maßnahmen in Deutschland verschärft

Gerade für Ungeimpfte gelten in Deutschland künftig härtere Regeln. Bund und Länder beschließen auf einem Corona-Gipfel einen umfassenden Maßnahmenkatalog. 

Corona-Maßnahmen in Deutschland verschärft
dpa

Berlin (dpa) – Angesichts der immer bedrohlicheren Corona-Lage mit Rekord-Infektionszahlen kommen in Deutschland neue Auflagen auf Millionen Bürgerinnen und Bürger zu. Weitreichende praktische Folgen könnten die Beschlüsse von Bund und Ländern auf einem Corona-Gipfel für Ungeimpfte haben. So sollen dort, wo eine bestimmte Anzahl an Corona-Patienten ins Krankenhaus eingewiesen wird, nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zu Freizeitveranstaltungen, Gastronomie und Hotels haben. Einige Bundesländer haben solche Regeln bereits.

Die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte am Donnerstag mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder über die Corona-Lage beraten. „Es ist wirklich absolute Zeit zum Handeln“, mahnte Merkel. An den Beratungen nahm auch der SPD-Politiker Olaf Scholz teil, der Anfang Dezember zum neuen Bundeskanzler einer Regierung aus SPD, FDP und Grünen gewählt werden könnte.

Die Bundesländer baten den Bund, in bestimmten Einrichtungen wie Krankenhäusern und Pflegeheimen eine Impfpflicht für alle einzuführen, die Kontakt zu besonders gefährdeten Personen haben. Auch die Arbeitsplatz-Regeln wurden verschärft: Zugang sollen nur noch Geimpfte, Genesene und negativ Getestete haben. Diese Vorgabe soll auch im öffentlichen Personennahverkehr und in den Zügen des Regional- und Fernverkehrs gelten. Bund und Länder rufen zudem alle noch ungeimpften Menschen auf, sich impfen zu lassen. Jeder Geimpfte soll sechs Monate nach seiner Zweitimpfung ein Angebot zu einer Auffrischungsimpfung bekommen, einem sogenannten Booster.

 

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