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Energie-Potenzial der Nordsee nutzen

Beim Nordsee-Gipfel in Hamburg trifft sich Kanzler Merz mit Staats- und Regierungschefs von Anrainer-Staaten. Neben dem Ausbau der Windkraft geht es auch um deren Schutz.

26.01.2026
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© Shutterstock

Hamburg (dpa) – Beim heutigen Nordsee-Gipfel in Hamburg wollen Deutschland und andere Anrainerstaaten den Ausbau von Windkraftanlagen vor den Küsten weiter vorantreiben. Die Nordsee solle zum „größten Reservoir für saubere Energie weltweit“ werden, hat Bundeskanzler Friedrich Merz als Gastgeber des dritten Treffens dieser Art als Motto ausgegeben. Angekündigt haben sich fünf Staats- und Regierungschefs, mehrere Energieministerinnen- und Minister sowie Unternehmensvertreter. 

Ziel des Gipfels ist, den Ausbau von Windenergie auf See durch enge Kooperation im Nordseeraum effizienter und kostengünstiger zu gestalten. Dadurch sollen die Energieunabhängigkeit Europas gesteigert und die Stromkosten gesenkt werden. Vor allem sollen bessere Investitionsbedingungen für die Offshore-Windenergie geschaffen werden, etwa durch die grenzüberschreitende Planung und Finanzierung von Windparks auf See und den dazugehörigen Stromnetzen. 

Zudem soll die Energieinfrastruktur in der Nordsee künftig besser geschützt werden. Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine habe sich die Anzahl hybrider Angriffe auf kritische Energieinfrastruktur in Europa an Land und auf See erhöht.