Kein Kurswechsel in der Corona-Politik

In Deutschland bleiben die geltenden Corona-Regeln vorerst bestehen. Die Bundesregierung startet aber eine neue Impfkampagne.

Olaf Scholz nach Beratungen zu Corona-Maßnahmen
dpa

Berlin (dpa) – In Deutschland bleiben vor dem Hintergrund der rasanten Ausbreitung der Omikronvariante des Coronavirus die geltenden Einschränkungen bestehen. Darauf verständigte sich Bundeskanzler Olaf Scholz am Montag bei einem Treffen mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Bundesländer. „Jetzt gilt erstmal: Kurs halten“, sagte der Kanzler. Die eingeschlagene Richtung mit den sehr strengen Kontaktbeschränkungen habe dazu beigetragen, dass Deutschland die Pandemie aktuell anders bewältigen könne als viele Nachbarländer. „Trotzdem sind es sehr hohe Infektionszahlen, und deshalb gilt für uns auch, dass wir unverändert vorsichtig sein müssen.“

Zur Erhöhung der Impfquote in Deutschland will die Bundesregierung noch stärker als bisher für den Impfschutz gegen das Coronavirus werben. Mit großer Anstrengung habe die Regierung eine neue Kampagne zum Impfen und Boostern aufgelegt, erklärte Scholz. Neben Plakaten mit der Motto-Aufschrift „Impfen hilft“ solle es nun auch verstärkt Aufrufe im Radio und auch auf Social-Media-Plattformen geben. Ziel sei es, in den nächsten Tagen und Wochen möglichst viele Menschen von der Impfung zu überzeugen - vor allem von der Erstimpfung und von der dritten Auffrischungsimpfung.

Bislang haben 75,5 Prozent der Bevölkerung in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Instituts mindestens eine Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Die Bundesregierung strebt 80 Prozent Erstgeimpfte bis Ende des Monats an. Über einen vollständigen Grundschutz verfügen 73,4 Prozent der Bevölkerung. Dafür sind in der Regel zwei Impfdosen nötig. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland hat laut RKI bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten.