Maas stellt Menschen in Syrien Hilfe in Aussicht

Der deutsche Außenminister fordert aber auch eine politische Lösung des mehr als zehn Jahre andauernden Konflikts.

Maas verspricht Menschen in Syrien Hilfe
dpa

Berlin (dpa) - Außenminister Heiko Maas hat den leidgeprüften Menschen in Syrien substanzielle Hilfe zugesagt, zugleich aber eine politische Lösung des mehr als zehn Jahre andauernden Konflikts gefordert. Auch der größte und längste Hilfskonvoi ersetze keinen nachhaltigen Frieden im Rahmen der Resolution 2254 des UN-Sicherheitsrats, sagte der SPD-Politiker laut Auswärtigem Amt vor einer Geberkonferenz, die an diesem Dienstag in Brüssel beginnt.

Dort wollen Vertreter von mehr als 60 Staaten und Organisationen neue Hilfen für die Leidtragenden des Syrien-Konflikts auf den Weg bringen. Die bei der Online-Veranstaltung gesammelten Gelder sind unter anderem für Nahrungsmittel, medizinische Hilfen und Schulbildung für Kinder vorgesehen. Sie sollen über Hilfsorganisationen direkt in das Bürgerkriegsland fließen oder Ländern in der Region zugute kommen, die viele Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen haben.

«Wir unterstützen daher weiter und uneingeschränkt die Bemühungen der Vereinten Nationen, um das Leid von Millionen Syrerinnen und Syrern zu lindern und eine Friedensperspektive zu erhalten», sagte Maas. «Auch heute werden wir daher wieder mit einer substanziellen Mittelzusage voranschreiten und andere Länder ermutigen, sich ebenfalls großzügig zu engagieren.»

Die Tragödie in Syrien darf Maas zufolge keine weiteren zehn Jahre dauern. «Das syrische Regime und seine Unterstützer müssen endlich begreifen, dass nur ein ernsthafter politischer Prozess eine tragfähige Zukunft für das Land bereiten kann. Scheinwahlen in einem zerstörten Land sind kein Ersatz für echte Verhandlungen», so der Minister.

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