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Merz kritisiert Israels Militärschläge im Libanon

Kanzler Merz warnt: Israels Angriffe im Libanon könnten den Friedensprozess platzen lassen. Insgesamt sei der Erfolg der anstehenden Verhandlungen mit Iran nicht sicher.

10.04.2026
Bundeskanzler Friedrich Merz
© picture alliance / photothek.de | Juliane Sonntag

Berlin (dpa/d.de) - Kanzler Friedrich Merz kritisiert die israelische Kriegsführung im Libanon. Man sehe die Lage in der gesamten Region mit großer Besorgnis - aber mit besonderer Besorgnis die Lage im Süden des Libanon. 

„Die Härte, mit der Israel dort Krieg führt, könnte den Friedensprozess als Ganzes zum Scheitern bringen. Und das darf nicht geschehen“, betonte Merz. „Deswegen habe ich gestern auch mit weiteren Staats- und Regierungschefs die israelische Regierung gebeten, ihre nochmals verschärften Angriffe zu beenden.“

Anders als Iran sehen Israel und die USA den Libanon nicht in der vereinbarten zweiwöchigen Waffenruhe inbegriffen. Iran erwägt angesichts des Großangriffs auf die verbündete Hisbollah nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars aus der Feuerpause auszusteigen.

Mit Blick auf die für Samstag geplanten Gespräche zwischen den USA und Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad sagte Merz, dass sich nun zwar erstmals ein Zeitfenster für eine Verhandlungslösung öffne, er zeigte sich jedoch eher skeptisch: „Ein diplomatischer Erfolg ist keineswegs ausgemacht.“ Auch die Bundesregierung nehme jetzt wieder direkte Gespräche mit Teheran auf.