Milliardenhilfen für Kriegsopfer

Mit den Hilfszusagen für Opfer des Syrienkonflikts setze man ein «starkes Zeichen der Solidarität», sagte der Entwicklungsminister.

Milliardenhilfen für Kriegsopfer
dpa

Brüssel (dpa) - Deutschland hat seine Hilfszusagen für die notleidenden Menschen ‎in Syrien und für Flüchtlinge in den benachbarten Ländern um einen Milliardenbetrag aufgestockt. Entwicklungsminister Gerd Müller kündigte am Donnerstag bei der internationalen Geberkonferenz in Brüssel an, dass die bereits gegebenen Zusagen noch einmal um 1,44 Milliarden Euro erhöht werden. Deutschland setze damit ein «starkes Zeichen der Solidarität», sagte Müller. Im vergangenen Jahr waren rund 1,47 Milliarden Euro bereitgestellt worden.

Mit dem bei der Konferenz gesammelten Geld sollen Nahrungsmittel und medizinische Hilfen, aber auch Ausbildungsprogramme für Kinder und Jugendliche finanziert werden. Nach Zahlen der Vereinten Nationen sind allein in Syrien noch immer 11,7 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Zudem benötigen Millionen Flüchtlinge in Länder wie der Türkei, im Libanon und in Jordanien Unterstützung.

In dem Bürgerkrieg in Syrien gab es nach Schätzungen bereits mehr als 400 000 Tote. Alle Versuche, einen politischen Übergang auf den Weg zu bringen, scheiterten bisher. Die von Russland und dem Iran unterstützte Regierung von Präsident Baschar al-Assad kontrolliert mittlerweile wieder mehr als zwei Drittel des Landes.

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini betonte bei der Konferenz, das gesammelte Geld werde nur in humanitäre Hilfe und nicht in den Wiederaufbau des Landes fließen. Mittel dafür werde es nur dann geben, wenn es unter Aufsicht der Vereinten Nationen einen politischen Prozess gebe, sagte sie.