Neuer Verteidigungsminister in Deutschland

Der SPD-Politiker Boris Pistorius übernimmt das Amt von Christine Lambrecht. Der neue Verteidigungsminister hat „Demut und Respekt vor einer gewaltigen Aufgabe“.

Boris Pistorius
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Berlin/Hannover (dpa)- Deutschland hat einen neuen Verteidigungsminister: Der SPD-Politiker und bisherige Innenminister von Niedersachsen, Boris Pistorius, wird Nachfolger der scheidenden Amtsinhaberin Christine Lambrecht. Er habe „Demut und Respekt vor einer so gewaltigen Aufgabe“, sagte Pistorius. Bundeskanzler Olaf Scholz betonte, Pistorius verfüge über sehr viel Erfahrung in der Sicherheitspolitik. Er habe schon bisher sehr offen und eng mit der Bundeswehr zusammengearbeitet. Die bisherige Verteidigungsministerin Lambrecht hatte nach gut einem Jahr im Amt ihren Rücktritt erklärt.

Der neue Verteidigungsminister sei jemand, „der auch die Kraft und Ruhe besitzt, die man für eine so große Aufgabe angesichts der jetzigen Zeitenwende braucht“, betonte Bundeskanzler Scholz. Er sei überzeugt, dass Pistorius jemand sei, „der mit der Truppe kann, und den die Soldatinnen und Soldaten sehr mögen werden.“

„Ich will die Bundeswehr stark machen“, kündigte Pistorius an. „Die Aufgaben, die vor der Truppe liegen, sind gewaltig.“ Ihm sei dabei die „enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit“ mit den Soldatinnen und Soldaten wichtig. Die Bundeswehr müsse sich auf eine neue Situation durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine einstellen. Bereits am Freitag steht für den neuen Minister ein Treffen mit den westlichen Verbündeten der Ukraine auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz an, bei dem es um die weitere Unterstützung für Kiew gehen soll.