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Nordsee soll „größter Energie-Hub der Welt“ werden

Beim Nordsee-Gipfel in Hamburg haben die Anrainer-Staaten den massiven Ausbau der Windkraft beschlossen. Tausende Anlagen sollen hinzukommen, 91.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. 

27.01.2026
Der Nordseegipfel in Hamburg
Die Bundesregierung hat in Hamburg den internationalen Nordsee-Gipfel ausgerichtet. © picture alliance / Geisler-Fotopress | Ulrich Stamm

Hamburg (dpa) - Deutschland und andere Anrainerstaaten der Nordsee wollen den Ausbau von Windenergie-Anlagen vor den Küsten vorantreiben. In einer Hamburger Erklärung von Staats- und Regierungschefs zum Nordsee-Gipfel heißt es, die Nordsee solle „zum weltgrößten Drehkreuz“ für saubere Energie gemacht werden. Vor allem die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei Windparks soll gestärkt werden. Das soll den Ausbau effizienter machen und Kosten senken.  

Bundeskanzler Friedrich Merz sagte: „Die Beschlüsse, die wir heute hier in Hamburg getroffen haben, werden unsere Energieversorgung sicherer, kostengünstiger und integrierter machen.“ Unterzeichnet wurde die Erklärung von Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Dänemark, Norwegen, Frankreich, Großbritannien sowie Irland und Luxemburg.  

Der Ausbau der Windkraft in der Nordsee soll Europa auch unabhängiger von anderen Energielieferungen machen. In Hamburg schlossen die Nordsee-Anrainerländer einen Investitionspakt mit der Windindustrie und den Netzbetreibern. Bedingungen für Investitionen sollen verbessert werden. Bis 2030 sollen in Europa 9,5 Milliarden Euro in neue Produktionskapazitäten investiert, tausende Anlagen neu installiert und 91.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden.