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Pistorius reagiert auf Trumps Nato-Kritik

Nach den abfälligen Bemerkungen von US-Präsident Donald Trump betont Verteidigungsminister Pistorius die Opfer deutscher Soldaten in Afghanistan: „Sie sind nie vergessen.“ 

25.01.2026
Pistorius reagiert auf Trumps Nato-Kritik
© dpa

Berlin (dpa) - Verteidigungsminister Boris Pistorius hat die Bundeswehr gegen Unterstellungen von US-Präsident Donald Trump im Zusammenhang mit dem Afghanistan-Einsatz verteidigt. „Unsere Bundeswehr stand bereit, als unsere amerikanischen Verbündeten nach dem islamistischen Terroranschlag von 2001 um Unterstützung gebeten haben“, sagte Pistorius. „Für diesen Mut und den hochprofessionellen Einsatz ist Deutschland unserer Bundeswehr sehr dankbar.“ 

Trump hatte behauptet, dass die USA die Nato nie gebraucht hätten. Mehrere andere Nato-Staaten hätten zwar nach dem 11. September 2001 Truppen nach Afghanistan geschickt, diese seien jedoch „etwas abseits der Frontlinien“ geblieben, sagte Trump.  

Pistorius betonte hingegen, deutsche Soldatinnen und Soldaten seien 19 Jahre lang in Afghanistan im Einsatz gewesen. „Sie haben ihren Auftrag unter höchsten Gefahren für Leib und Leben und unter extremen Bedingungen erfüllt.“ Dafür habe Deutschland einen hohen Preis gezahlt: „59 Soldaten und drei Polizisten sind in Gefechten, durch Anschläge oder Unfälle ums Leben gekommen. Zahlreiche Verwundete leiden bis heute unter den Verletzungen aus dieser Zeit.“ Pistorius weiter: „Wir werden den Einsatz und Mut unserer Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan in Ehren halten. Ganz egal, von wem das in Frage gestellt wird. Sie sind nie vergessen.“