Umweltministerin lobt Beschlüsse der Weltklimakonferenz

Weltweit soll der Abschied von der Kohle kommen. Deutschlands Umweltministerin Schulze lobte die Vereinbarung der Weltklimakonferenz als historisch.

Umweltministerin lobt Beschlüsse der Weltklimakonferenz
dpa

Glasgow (dpa)- Mit den Beschlüssen der UN-Klimakonferenz ist nach Ansicht der deutschen Umweltministerin Svenja Schulze ein weltweiter Kohleausstieg vorgezeichnet. „Es ist jetzt weltweit klar, dass es einen Ausstieg aus der Kohle geben wird und dass es ein Ende von fossilen Subventionen geben wird“, sagte Schulze. Es sei in Glasgow „etwas wirklich Weltbewegendes gelungen“. Jetzt gehe es darum, regenerative Energien auszubauen, Moore wieder zu vernässen und Wälder wieder zu regenerieren.

Die UN-Klimakonferenz hatte die Staaten der Welt erstmals dazu aufgefordert, den Ausstieg aus der Kohle einzuleiten. Die am Samstag gebilligte Erklärung mit dem Titel „Klimapakt von Glasgow“ von rund 200 Staaten fordert zudem, „ineffiziente“ Subventionen für Öl, Gas und Kohle zu streichen. Die Formulierung wurde allerdings in letzter Minute auf Druck von China und Indien abgeschwächt. Die Beschlüsse von Glasgow wurden zum Teil gerade von Umweltschützern und Klimaaktivisten als unzureichend bewertet.

In der Abschlusserklärung bekennen sich die Länder klar zu dem Ziel, die Erderwärmung bei 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu stoppen - und nicht nur auf unter zwei Grad, wie es im Pariser Abkommen von 2015 heißt. Dazu sollen sie bis Ende 2022 ihre bislang unzureichenden Klimaschutzpläne für dieses Jahrzehnt nachschärfen. In der Erklärung wird zudem festgehalten, dass der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase weltweit in den 20er Jahren um 45 Prozent sinken muss, wenn das 1,5-Grad-Limit erreicht werden soll. Zugesagt wurden auch mehr Finanzhilfen für arme Staaten, damit diese sich an die vielerorts fatalen Folgen der Klimakrise anpassen können.

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