Weltklimagipfel: Vorschläge für Ausgleichszahlungen

Deutschland kündigt in Sharm el-Sheikh höhere Zahlungen für Anpassungsfonds an.

Annalena Baerbock
dpa

Sharm el-Sheikh (dpa) - Bei der Weltklimakonferenz gibt es einen Entwurf für mögliche Ausgleichszahlungen an ärmere Länder für klimabedingte Schäden. Den rund 200 teilnehmenden Staaten liegt ein Entwurf mit drei möglichen Schritten vor. Dazu gehören die sofortige Einrichtung eines neuen Fonds, alternativ die Einrichtung eines neuen Fonds bei der nächsten Klimakonferenz Ende 2023 in Dubai sowie eine eher allgemein gehaltene „Finanzierungsvereinbarung“. Dieser Fonds ist der wichtigste Diskussionspunkt der Konferenz. Er soll die ärmeren Länder von Schäden entlasten, zu denen sie selbst nur wenig beigetragen haben.

Außenministerin Annalena Baerbock und Bundesumweltministerin Steffi Lemke haben in Sharm el-Sheikh angekündigt, den deutschen Beitrag für den globalen Anpassungsfonds (Adaption Fund) um 60 Millionen Euro aufzustocken. Deutschland ist der größte Geberstaat für das zentrale multilaterale Finanzierungsinstrument zur Klimaanpassung. Oberste Priorität des Fonds liegt auf der Unterstützung von Gemeinschaften, die den Folgen der Klimakrise besonders ausgesetzt sind. Der Fonds hat seit 2010 rund 923,5 Millionen US-Dollar bereitgestellt, Deutschland hat 514 Millionen US-Dollar eingezahlt.