„Weltraumbahnhof“ rückt näher

Europäische Raketenhersteller haben eine Absichtserklärung in Berlin unterzeichnet. Der nächste Schritt ist eine Machbarkeitsstudie, die zur Hälfte von der Bundesregierung finanziert wird.

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Berlin (dpa) - Den geplanten deutschen «Weltraumbahnhof» muss man sich nicht vorstellen wie Cape Canaveral in den USA oder Baikonur in Kasachstan. Stattdessen ist eine schwimmende Startplattform in der Nordsee geplant: Von einem Spezialschiff mit Startrampe soll es möglichst bald abgehen ins All - für kleine Trägerraketen, die kleine Satelliten von der Größe eines Schuhkartons transportieren. Die sind Bestandteil des neuen, milliardenschweren «New Space»-Marktes. «New Space» bezeichnet die zunehmende Kommerzialisierung der Raumfahrt. Denn Daten werden immer wichtiger.

Die Raketenplattform in der Nordsee rückte am Montag wieder ein Stück näher. Vier europäische Raketenhersteller unterzeichneten in Berlin Absichtserklärungen für die Zusammenarbeit mit der German Offshore Spaceport Alliance (GOSA), zu der Firmen wie das Raumfahrt- und Technologieunternehmen OHB gehören. Der nächste Schritt ist nun eine Machbarkeitsstudie, die zur Hälfte von der Bundesregierung finanziert wird. Geklärt sollen rechtliche und regulatorische Fragen einer Startplattform. Das Ziel der Allianz GOSA ist es, im Jahr 2023 den ersten Start eines «Microlaunchers», so werden die Mini-Raketen genannt, aus der Nordsee zu realisieren. Heimathafen solle Bremerhaven sein.

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