„Die G7 sind wieder da“

Bundesaußenminister Heiko Maas verspricht sich vom G7-Außenministertreffen in London ein klares Zeichen für Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie.

„Die G7 sind wieder da“
dpa

Berlin/London (dpa) - Bundesaußenminister Heiko Maas verspricht sich vom G7-Außenministertreffen in London ein klares Zeichen für Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie. «Überall auf der Welt versuchen autoritäre Staaten, uns gegeneinander auszuspielen, werden Regelbrüche zur Normalität - sei es im Indopazifik, in Lateinamerika oder in Osteuropa», sagte der SPD-Politiker am Montag vor seinem Abflug in Berlin. «Dass wir dem unsere Werte von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechten und einer regelbasierten Weltordnung wieder geschlossen und glaubwürdig entgegenhalten, ist wichtig.»
«Die G7 sind wieder da», ergänzte Maas. Mit Bekenntnissen allein könne der Wettbewerb gegen autokratische Staaten aber nicht gewonnen werden. «Wir müssen vor allem die besseren Angebote machen», sagte er. Dazu zählte er eine weltweite Impfkampagne für alle Menschen gerade auch in armen Ländern, eine «Schubumkehr beim Klimaschutz» und Welthandel nach fairen und transparenten Regeln. «Und ein nachhaltiges Modell von Entwicklungspartnerschaft, das Chancen für einen dauerhaften Weg aus der Armut eröffnet, über Bildung gerade auch für Mädchen.»
Die Außenminister der G7-Staaten wollen am Dienstag in London unter anderem ihren Kurs gegenüber China und Russland abstecken. Weitere Themen werden die Konflikte in Syrien, der Ukraine, in Myanmar und Afghanistan sein. Am Rande der Beratungen wird Maas mit US-Außenminister Anthony Blinken zu einem Einzelgespräch zusammenkommen.
Es ist das erste persönliche Treffen der Außenminister sieben führender westlicher Industriestaaten seit zwei Jahren. Der Gruppe gehören neben Gastgeber Großbritannien und Deutschland die USA, Frankreich, Italien, Kanada und Japan an. Zu den Gesprächen in London sind auch Südkorea, Australien, Indien und Südafrika eingeladen. Die britische Präsidentschaft will die G7 so noch mehr zu einem zentralen Forum der großen Demokratien machen.