Die Natur leidet an der Landwirtschaft

Der aktuelle Bericht zur Lage der Natur zeichnet ein gemischtes Bild vom Zustand der Arten und Lebensräume in Deutschland.  

Die Natur leidet in landwirtschaftlichen Regionen
dpa

Berlin (dpa) - Zu viel Dünger, zu viele Pestizide, riesige Felder mit wenig Abwechslung: Die intensive Landwirtschaft in Deutschland nimmt immer mehr Tieren den Lebensraum. Das Verschwinden artenreicher Wiesen und Weiden stehe am Anfang einer Kette, sagte Umweltministerin Svenja Schulze am Dienstag in Berlin, wo sie einen umfangreichen Bericht zur Lage der Natur vorstellte.

Dem Bericht zufolge sind 63 Prozent der Tiere und Pflanzen sowie 69 Prozent der Lebensraum-Typen, die in der EU von der sogenannten FFH-Richtlinie erfasst sind, in unzureichendem oder schlechtem Erhaltungszustand - betroffen sind vor allem Grünland, Seen, Feuchtgebiete, Meere und Küsten. Die FFH-Richtlinie schützt Tiere, Pflanzen und Lebensräume. Für Vögel gibt es eine eigene Richtlinie. Der Bericht, der nur alle sechs Jahre erscheint, dient dazu, der EU-Kommission über die Umsetzung beider Richtlinien Rechenschaft abzulegen.

Der Bericht fasst Daten von Behörden und ehrenamtlichen Naturschützern aus den vergangenen sechs Jahren zusammen. In Wäldern, aber teils auch in Dörfern und Städten und bei der Renaturierung von Flüssen verzeichnen Experten aber auch Erfolge für den Naturschutz.

 

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