Eine Million deutsche Studierende mit Erasmus im Ausland

Seit 35 Jahren ermöglicht das EU-Austauschprogramm Erasmus Auslandsaufenthalte. Auch in Deutschland ist das Programm sehr beliebt.

DAAD-Präsident Joybrato Mukherjee
Sebastian Wilke/DAAD

Berlin (dpa) -Mit dem EU-Austauschprogramm Erasmus sind seit seiner Einführung nach Angaben des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) rund eine Million deutsche Studentinnen und Studenten ins europäische Ausland gegangen. Mehr als zwölf Millionen Europäer hätten an dem Programm bisher teilgenommen, teilte der DAAD am Dienstag anlässlich des 35 Jahrestags von Erasmus mit. Das Programm war am 15. Juni 1987 gestartet.

Es diene der jungen europäischen Generation als emotionale und intellektuelle Klammer, sagte DAAD-Präsident Joybrato Mukherjee. „In diesem Sinne ist Erasmus auch ein Friedensprogramm und ich bin überzeugt, dass dieses Ziel heute wichtiger ist denn je.“

Die Lust auf einen Auslandsaufenthalt ist nach mehr als zwei Jahren Corona-Pandemie unter deutschen Studierenden derzeit groß. Schon jetzt übersteigt die Zahl der Anträge für Auslandsaufenthalte die des gesamten Vorjahres bei weitem. „Im laufenden Jahr verzeichnen wir bereits 20 Prozent mehr Erasmus-Anträge von den deutschen Hochschulen als 2021“, hatte Mukherjee schon Anfang Juni gesagt. DAAD-Angaben zufolge sind bereits 71.000  Anträge eingegangen, 2021 waren es 59 000, in den beiden Jahren zuvor ähnlich viele. Für die nächsten zwei Jahre stehe eine Rekordsumme von 157 Millionen Euro für den internationalen Austausch von rund 50.000 Studierenden und Hochschulbeschäftigten zur Verfügung, sagte der DAAD-Präsident.