Erfolgreiche Unterstützer-Konferenz für Moldau

Auf Initiative von Außenministerin Annalena Baerbock unterstützen 45 Staaten und Organisationen gemeinsam den südlichen Nachbarn der Ukraine.

 

Erfolgreiche Unterstützer-Konferenz für Moldau
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Berlin (dpa) - Eine internationale Unterstützer-Konferenz für die wegen der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine stark unter Druck stehende Republik Moldau hat sich auf Finanzhilfen im hohen dreistelligen Millionenbereich für das Land geeinigt. Die Teilnehmer hätten zudem die schnelle Aufnahme von 12.000 Kriegsflüchtlingen aus Moldau zugesagt, erklärte Außenministerin Annalena Baerbock bei der Konferenz in Berlin. Die Ex-Sowjetrepublik ist eines der ärmsten Länder Europas.

Laut Abschlusserklärung haben sich die Teilnehmer darauf geeinigt, die Widerstandsfähigkeit Moldaus im finanziellen Bereich mit einer Gesamtsumme in Höhe von rund 660 Millionen Euro zu unterstützen, darunter gut 108 Millionen Euro als unmittelbare Zuschüsse und 530 Millionen Euro als Kreditlinien. Für Deutschland sagte Kanzler Olaf Scholz (SPD) einen ungebundenen Finanzkredit in Höhe von 50 Millionen Euro zu.

Baerbock betonte, alles deute darauf hin, „dass wir noch am Anfang dieser Krise, dieses furchtbaren Krieges stehen, dass wir gemeinsam einen langen Atem brauchen“. Dafür habe man eine auf Dauer angelegte Unterstützungs-Plattform für Moldau ins Leben gerufen.

Baerbock hatte die Konferenz, an der 36 Staaten und 9 internationale Organisationen teilnahmen, gemeinsam mit ihren Amtskollegen aus Frankreich und Rumänien, Jean-Yves Le Drian und Bogdan Aurescu, organisiert, nachdem sie kürzlich selbst Moldau und einen Grenzübergang zur Ukraine besucht hatte.