Erinnerung an Anne Frank

Mit Ausstellungen und einem zentralen Festakt wird in Deutschland der berühmten Verfasserin des Tagebuchs gedacht.

Erinnerung an Anne Frank
dpa

Frankfurt/Main (dpa) - In Deutschland ist am Mittwoch an Anne Frank gedacht worden. Neben Ausstellungen sollte am Nachmittag auch ein Festakt zum 90. Geburtstag von stattfinden. Dabei wurden Ansprachen von Unesco-Generalsekretärin Audrey Azoulay und der ungarische Philosophin und Holocaust-Überlebende Agnes Heller erwartet, die wie Anne Frank im Jahr 1929 geboren wurde. Auch mit einer eintägigen Ausstellung im Jüdischen Museum Frankfurt, Führungen durch die Westend-Synagoge und Schulveranstaltungen wird an das Schicksal des Mädchens erinnert, das im Alter von 15 Jahren im Konzentrationslager Bergen-Belsen starb.

Anne Frank wurde am 12. Juni 1929 als zweite Tochter einer säkularen jüdischen Familie in Frankfurt geboren. Angesichts der Verschlechterung der Situation von Juden im nationalsozialistischen Deutschland entschloss sich die Familie zur Emigration in die Niederlande. Als auch in Amsterdam Juden unter der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg immer stärker verfolgt wurden, tauchte die Familie in einem Versteck unter.

Anne Franks im Versteck verfasstes Tagebuch wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in mehr als 70 Sprachen übersetzt und ist Teil des Weltdokumentenerbes der Kulturorganisation der Vereinten Nationen.