Förderung für „Brennpunktschulen“

Bis 2020 sollen 200 deutsche Schulen in sozialen Brennpunkten für die Förderung ausgewählt werden.

Funding for 'hot spot schools'
dpa

Berlin (dpa) - 200 Schulen in sogenannten sozialen Brennpunkten in Deutschland werden in den kommenden Jahren gezielt von Bund und Ländern gefördert, um die Bildungschancen der Schüler dort zu verbessern. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, der hessische Bildungsminister und Präsident der Kultusministerkonferenz, Alexander Lorz, sowie Hamburgs Schulsenator Ties Rabe stellten am Mittwoch in Berlin Details eines entsprechenden Programms vor. Es war zuvor nach langen Verhandlungen vereinbart worden.

Bis Oktober 2020 sollen in einem ersten Schritt 200 Schulen bundesweit ausgewählt werden. Dort werden dann mit Hilfe von Wissenschaftlern neue Strategien und Unterrichtskonzepte entwickelt und ausprobiert, um die Leistungen der Schüler zum Beispiel in den Bereichen Lesen, Schreiben und Mathematik zu verbessern. Außerdem sollen sich die Schulen stärker mit Eltern, örtlichen Vereinen und kommunaler Kinder- und Jugendhilfe vernetzen. Die Erkenntnisse werden untereinander ausgetauscht und wissenschaftlich ausgewertet. Konzepte, die gut funktionieren, sollen dann später auch an anderen Schulen umgesetzt werden.

Bund und Länder stellen für das auf zehn Jahre angelegte Programm «Schule macht stark» insgesamt 125 Millionen Euro zur Verfügung. Die konservative Union und die deutschen Sozialdemokraten (SPD), die zurzeit in Deutschland eine Regierung bilden, hatten eine solche Initiative in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart.