Friedrichstraße ohne Autos

Ein Modellprojekt in Berlin könnte zum Vorbild für andere Stadtteile oder Kommunen werden.

Friedrichstraße ohne Autos
dpa

Berlin (dpa) - Grüne Allee statt grauer Betonschick, Fahrräder statt Blechlawine, Oase der Erholung statt Verkehrsstress für Fußgänger: Die Friedrichstraße, eine der bekanntesten Straßen in Berlins Mitte, wird zum Experimentierfeld. Auf einem 500 Meter langen Abschnitt zwischen Französischer und Leipziger Straße, an dem auch das Luxus-Kaufhaus Galeries Lafayette liegt, sind Autos für fünf Monate bis Ende Januar tabu. Stattdessen sollen Menschen auf einer neugestalteten «Flaniermeile» nahe dem Gendarmenmarkt erleben können, wie sich Großstadt ohne Verkehrslärm, Stau und Benzingeruch anfühlt.

Das in Berlin einzigartige Modellprojekt, das vor einer Woche mit der Sperrung der Straße begann und nach diversen Vorbereitungen am Samstag offiziell startet, könnte zum Vorbild werden für andere Stadtteile oder Kommunen. Es könnte ein Baustein sein für eine ökologische Verkehrswende, die der rot-rot-grüne Senat seit einigen Jahren propagiert. Kernpunkte dabei: Weniger Platz für Autos, mehr Platz und damit mehr Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger, ein besserer ÖPNV, sauberere Luft und mehr Lebensqualität.