Hilfe für die Menschen in Afghanistan

Weil sich die humanitäre Lage in und um Afghanistan weiter verschlechtert, stellt Deutschland zusätzliche Hilfsgelder bereit.

Hilfe für die Menschen in Afghanistan
WFP

Die Hälfte der afghanischen Bevölkerung, rund 18 Millionen Menschen, ist auf humanitäre Hilfe angewiesen. Etwa 3,5 Millionen Afghaninnen und Afghanen sind als Binnenvertriebene innerhalb des Landes auf der Flucht. Fast ebenso viele sind in Nachbarländer und die Region geflohen. Seit der Machtübernahme durch die Taliban ist die schon zuvor schwache Wirtschaft weiter eingebrochen. Viele Menschen, die sich früher problemlos selbst versorgen konnten, haben ihre Arbeit verloren und sind nun mit ihren Familien auf Hilfe angewiesen. Gleichzeitig vernichtet eine heftige Dürre die Ernteerträge.

Daher hat Deutschland angekündigt, Menschen in Afghanistan und der Region mit weiteren 500 Millionen Euro zu unterstützen. Die Bundesregierung ermittelt zurzeit aufgrund der humanitären Bedarfsmeldungen die Verteilung der zusätzlichen Hilfsgelder. Bereits Ende August hatte Deutschland zusätzliche 100 Millionen Euro humanitäre Hilfe für Afghanistan zugesagt. Über Partnerorganisationen, zum Beispiel das Welternährungsprogramm (WFP) oder das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) kommt die Hilfe den Menschen direkt zugute. Die Bundesregierung stützt sich bei der Hilfegewährung maßgeblich auf die von den Vereinten Nationen und der Rotkreuz-/Roter Halbmondbewegung ermittelten Bedarfe.

Mit dem Geld können die Hilfsorganisationen schnelle und effiziente Hilfe für Millionen Bedürftige im ganzen Land leisten: Gleichzeitig stellen unsere Partner sicher, dass die Hilfe nur humanitären Zwecken dient und nicht den Taliban zugutekommt. Auch in den Nachbarländern wie Iran und Pakistan unterstützt Deutschland mit seinen Partnerorganisationen bei der Deckung humanitärer Bedarfe. Die humanitäre Hilfe der Bundesregierung in Afghanistan ist Teil der weltweiten deutschen humanitären Hilfe, die derzeit in über 60 Ländern geleistet wird. Mit einem Beitrag von rund 2,4 Milliarden Euro ist Deutschland 2021 erneut der zweitgrößte Geber für humanitäre Hilfe.

Quelle: AA