Israels Ministerpräsident Lapid in Deutschland

Israels Regierungschef Jair Lapid führt in Berlin Gespräche mit Bundespräsident Steinmeier und Bundeskanzler Scholz.

Jair Lapid und Frank-Walter Steinmeier
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Berlin (dpa) - Der israelische Ministerpräsident Jair Lapid trifft in Deutschland Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Olaf Scholz. Er traf am Sonntagabend in Begleitung von mehreren Holocaust-Überlebenden in Berlin ein und wurde am Montagmorgen zunächst von Bundespräsident Steinmeier empfangen.

Nach einem Gespräch mit Scholz im Kanzleramt wollten der israelische Regierungschef und der deutsche Bundeskanzler am Montagnachmittag die Berliner Gedenkstätte Haus der Wannseekonferenz besuchen. Dort waren ranghohe Nationalsozialisten 1942 zusammengekommen, um die massenhafte Ermordung der Juden zu planen.

Am Sonntag war Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach in Jerusalem mit seinem israelischen Amtskollegen Nitzan Horowitz zusammengetroffen. Deutschland will beim weiteren Kampf gegen die Corona-Pandemie und bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens die Zusammenarbeit mit Israel vertiefen. „Das ist eine Menge, was man hier mitnehmen kann“, sagte Lauterbach in Jerusalem. Als Beispiel nannte er etwa die „wichtige Forschung“ Israels zu Corona-Medikamenten und Long Covid, also länger anhaltenden Beschwerden nach Infektionen. Nach israelischem Vorbild will der Gesundheitsminister zudem das Nutzen digitaler Gesundheitsdaten für neue medizinische Erkenntnisse voranbringen.