Merkel beim US-Klimagipfel

US-Präsident Joe Biden lädt an diesem Donnerstag und Freitag 40 Staats- und Regierungschefs zum virtuellen Klimagipfel ein. 

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dpa

Berlin (dpa) - Es geht auch viel um Symbolkraft, wenn US-Präsident Joe Biden an diesem Donnerstag und Freitag 40 Staats- und Regierungschefs zum virtuellen Klimagipfel lädt. Die USA kommen nach der langen Ära unter Donald Trump, der Klimaschutz als überflüssig abtat, zurück an den Verhandlungstisch. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel schaltet sich online zu, ihre Rede ist für Donnerstagnachmittag angesetzt. Und schon vorab herrschen im Kanzleramt Freude und Erleichterung darüber, dass sich der neue Mann im Weißen Haus ganz anders als sein republikanischer Vorgänger den Kampf gegen die Erderhitzung auf die Fahne schreibt.
Mit Spannung erwarte Deutschland den «neuen nationalen Beitrag» der Vereinigten Staaten - also konkrete Zusagen zur Senkung von Treibhausgas-Emissionen bis 2030, heißt es aus dem Kanzleramt. Auch China, das bislang erklärt hat, bis 2060 kohlendioxidneutral werden zu wollen, steht besonders im Fokus. Stichwort: kurzfristige Ziele. Bis 2030 muss sich weltweit mehr tun, wenn die Erderwärmung, wie 2015 in Paris vereinbart, deutlich unter zwei Grad bleiben soll. Deutschland selbst orientiert sich am europäischen Klimaziel, das die Verhandler in Brüssel in der Nacht zu Mittwoch endgültig festgezurrt haben. Bis Ende der Dekade sollen die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 1990 um mindestens 55 Prozent sinken.