Steinmeier in Island

Das deutsche Staatsoberhaupt will die Verbundenheit zwischen Island und Deutschland weiter stärken.

Steinmeier in Island
dpa

Reykjavik (dpa) - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender haben einen zweitägigen Staatsbesuch in Island begonnen. Zum Auftakt wurden sie in der Hauptstadt Reykjavik von Staatspräsident Gudni Jóhannesson begrüßt. Politische Gespräche sind im Laufe des Tages zudem mit der Grünen-Ministerpräsidentin Katrín Jakobsdóttir vorgesehen. Später will Steinmeier eine Ausstellung über Frauen eröffnen, die 1949 aus Deutschland nach Island ausgewandert sind. Er wird sich mit noch lebenden Auswanderinnen beziehungsweise mit Nachfahren der damaligen Landarbeiterinnen treffen.

Deutschland und Island arbeiten nach Angaben des Bundespräsidialamts insbesondere in internationalen Organisationen stark zusammen. Traditionell hat das Land enge Bindungen an Großbritannien und die USA. Island setzt aber infolge des bevorstehenden Brexits und der einseitigen Politik von US-Präsident Donald Trump verstärkt auf Deutschland als Partner.

Steinmeier sagte in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der Tageszeitung «Morgunbladid», trotz der geografischen Distanz seien sich beide Länder in vielem sehr nah. «Politisch verbindet uns eine vertrauensvolle Partnerschaft.» In den Vereinten Nationen, in der Nato und im Europäischen Wirtschaftsraum seien Deutschland und Island häufig gleichgesinnt und könnten sich aufeinander verlassen. Deutschland sei zudem einer der wichtigsten Wirtschaftspartner Islands.

«Dieser Verbundenheit möchte ich mit meinem Besuch - dem ersten eines deutschen Bundespräsidenten seit 16 Jahren - neue Kraft verleihen», betonte Steinmeier.