Steinmeier: Staatsbegräbnis der Queen ist „Jahrhundertereignis“

Der Bundespräsident nahm in London persönlich Abschied von der britischen Königin Elizabeth II. Auch in Deutschland wurde Trauerbeflaggung angeordnet. 

Steinmeier: Staatsbegräbnis der Queen ist „Jahrhundertereignis“
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London/Berlin (dpa) – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat das Staatsbegräbnis der verstorbenen britischen Königin Elizabeth II. ein „Jahrhundertereignis“ genannt. „Man war es über 70 Jahre gewohnt, sich hinter dieser Königin zu versammeln, und jetzt spüren alle: Da fehlt etwas, und das fehlt eben nicht nur in Großbritannien und in London, sondern es fehlt weltweit“, sagte Steinmeier in einem Fernsehinterview mit dem Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF).

Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender nahmen am Sonntagabend am Sarg persönlich Abschied von der britischen Königin Elizabeth II.. Im Livestream aus der Westminster Hall des britischen Parlaments war zu sehen, wie das Paar für einige Minuten schweigend auf den dort aufgebahrten Sarg blickte und sich verneigte.

Die Queen war vor eineinhalb Wochen im Alter von 96 Jahren gestorben. Zu der Trauerfeier am Montag reisten hunderte Staats- und Regierungschefs, gekrönte Häupter und Würdenträger nach London. Hunderttausende Menschen nahmen auf den Straßen der britischen Hauptstadt Abschied.

Zum Staatsbegräbnis wehten auch in Deutschland die Flaggen auf Halbmast. Bundesinnenministerin Nancy Faeser habe die Trauerbeflaggung für alle Bundesbehörden angeordnet, teilte ihr Ministerium mit.